Aktuelles | Korrespondentin doppelt geehrt

Das »Istituto Regionale della Vite e del Vino« der Region Sizilien prämierte im Januar 2012 in Palermo die Gewinner des internationalen Journalistenpreises Sicilia Terra Mediterranea. Die Jury zeichnete Veronika Crecelius für ihre Sizilienberichterstattung in der Zeitschrift WEINWIRTSCHAFT mit dem Hauptpreis in der Kategorie »Stampa Specialistica« als beste internationale Fachjournalistin aus. Bereits der zweite Preis innerhalb kurzer Zeit: Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens verlieh der Verlag Gambero Rosso bereits im November 2011 im Hotel Cavaliere Waldorf Astoria in Rom erstmalig den Award Sua Exellenza Italia. 20 Persönlichkeiten, die sich um Italiens Wein-und Foodwelt verdient gemacht haben, wurden ausgezeichnet. Die Italien-Korrespondentin der WEINWIRTSCHAFT wurde als einzige deutsche Weinjournalistin prämiert. »Ausgestattet mit profunder Fachkenntnis, Objektivität, einem lebendigen und einnehmenden Schreibstil, gehört Veronika Crecelius zu den hellsten Köpfen der Branche«, hieß es in der Laudatio des Gambero-Rosso-Präsidenten Paolo Cuccia. Zu den Preisträgern zählen u.a. Gianni Zonin, Etile Carpené und Heinz Beck.

Quelle: Weinwirtschaft 02/2012

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Aktuelles | Weinberater Giulio Gambelli gestorben

Italiens Weinwelt nimmt Abschied von Giulio Gambelli. Der Sangiovese-Experte starb mit 86 Jahren am 3. Januar 2012 in Poggibonsi. Gambelli gehörte zu den einflussreichsten Weinberatern und Verkostern der vergangenen 60 Jahre. Er hatte sein Handwerk beim Enopolio in Poggibonsi unter der Leitung von Tancredi Biondi Santi gelernt. Jahrzehntelang beriet der Toskaner Winzer in Montalcino und im Chianti. Laut der italienischen Fachpresse »hatte er ganz Montalcino das Weinmachen beigebracht«. Bewundert wurde er nicht nur für seine herausragende Sensibilität beim Verkosten, sondern auch für seinen Charakter. Gambelli war ein bescheidener, ehrlicher Mann, der sich nie in den Vordergrund gedrängt hatte.

Quelle: Weinwirtschaft 01/2012

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Pressemitteilung | Richtfest 24.06.2011

SUPERIORE FEIERT RICHTFEST

Bereits Ende August will der Internet-Weinversand von Dresden nach Coswig ziehen – mit 160.000 Flaschen und einem ausgetüftelten Energiekonzept.

Grund zum Anstoßen hatte am 24. Juni der “Noch-Dresdner” Internet-Weinversand SUPERIORE.DE. Die Geschäftsführer Lutz Heimrich und Mirjam Schwarzkopf feierten mit Bauschaffenden, Partnern, Nachbarn und Freunden Richtfest an ihrem künftigen Domizil – dem 100 Meter langen, alten Hauptgebäude  der ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz (EWS) in Coswig. Weil ihr bisheriger Firmensitz am Felsenkeller am Rande Dresdens zu klein geworden ist, kauften sie nach fast 20 Jahren Leerstand den markanten, dreistöckigen Backsteinbau an der Köhlerstraße zwischen Radebeul und Meißen.

Die gesamte Pressemitteilung und einige Impressionen finden Sie in unserem Bautagebuch unter bautagebuch.superiore.de

Bildquelle: Daniel Scholz, freischaffender Fotograf, fotura.com

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Lambrusco-Sommer 2011 | Interview mit Merum

Der Lambrusco-Sommer 2011 ist in aller Munde – hier ein Interview mit Lutz Heimrich im Rahmen der ProWein 2011 in Düsseldorf, über den heimlichen Star des Sommers, den Lambrusco.

Merum: „Wenige Weine polarisieren wie der Lambrusco. Von vielen geschmäht, findet der prickelnde Spaßmacher aus der Emilia jedoch in seiner höchsten Qualität eine immer größer werdende Fangemeinde. Die trocken ausgebauten Lambrusco waren lange Zeit nördlich der Alpen unbekannt; mittlerweile weiß ein kleiner, aber feiner Kreis, dass man mit Lambrusco durchaus tolle Weinmomente erleben kann.“

Die Wirtschaft scheint sich langsam wieder zu erholen. Wird davon auch der Fachhandel profitieren können?

Lutz Heimrich: „Grundsätzlich ja, wobei wir zwischen stationär und online unterscheiden müssen. Der stationäre Handel muss kreativ und innovativ sein, um davon zu profitieren. Der Online-Handel wird nur dann überproportional profitieren, wenn er Produkt, Qualität und Logistik auf die Wünsche der anspruchsvollen Klientel ausrichtet. Und dann bleibt das Wachstum zweistellig. Zukünftig sehe ich eine Konzentration auf die rund zehn Großen, alle anderen Online-Anbieter im Nebenjob werden auf Dauer keinen Erfolg haben. Der Kunde will heute bestellen und die Ware morgen haben, das können viele kleine Händler nicht bieten, da sie nicht komplett auf diese Schiene fokussiert sind.“

Was erhoffen Sie sich von der ProWein 2011?

Lutz Heimrich: „Nicht viel, da hier nur die größten Winzer aus Italien präsent sind, die man bereits kennt. Die Messe ist in der Regel nur für die Vertiefung bestehender Kontakte gut, und wir sind in der Regel nur für einen Tag in Düsseldorf.“

Italien kann einige originelle Weine anbieten, die vielleicht „gewöhnungsbedürftig“, also alles andere als mehrheitsfähig sind, aber zweifellos Leben in ein Weinangebot bringen. Wie sind die Begriffe „mehrheitsfähig“ und „gewöhnungsbedürftig“ für Sie belegt?

Lutz Heimrich: „‚Mehrheitsfähig’ sind die leider immer süßer werdenden Rotweine aus Übersee, Süditalien und Spanien, meist aus internationalen Rebsorten, mit wenig Tannin, schöner Kirschfrucht‚ und Alkoholgraden jenseits der 13,5°, aber auch die Klassiker aus den Urlaubsgebieten (Valpolicella, Bardolino, Lugana, Lagrein, Sangiovese(-Cuvées), Primitivo u.a.). ,Gewöhnungsbedürftig’‚ sind Qualitäten wie trockener Lambrusco, Raboso, Aglianico, Bonarda, Freisa, Favorita, Malvasia, Ribolla Gialla … Weine abseits des Mainstreams und leider abseits der gängigen Weinkarten in der Gastronomie. Wie soll sich demnach ein Kunde an diese so anderen‚ aber interessanten Eindrücke gewöhnen?“

Führen Sie Lambrusco in Ihrem Angebot? Welchen?

Lutz Heimrich: „Ja, ganzjährig, im Sommer bis zu zehn Sorten, Medici Ermete, Cavicchioli und zukünftig auch Ceci und/oder Chiarli.“

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Lambrusco zu verkaufen?

Lutz Heimrich: „Nach Verkostungen bei Kollegen, Winzern und auch über die jahrelange Arbeit in Merum.“

Sind Sie mit dem Lambrusco-Geschäft zufrieden?

Lutz Heimrich: „Wir erkennen eine große Nachfrage, insbesondere bei trocken ausgebauten Qualitäten, wenngleich auch ‚amabile’ oder ‚dolce’ nach wie vor eine stabile Fangemeinde haben.“

Was tun Sie, um Ihrer Kundschaft den Lambrusco schmackhaft zu machen?

Lutz Heimrich: „Wir listen ihn einfach, beschreiben ihn treffend. Verkostungen lassen sich online ja leider noch nicht durchführen.“

Gibt es eine typische „Lambrusco-Kundschaft“?

Lutz Heimrich: „Ja, sie ist einmal saisonal bedingt wachsend (Terrassenwein), zum anderen gibt es einen harten Kern, der auch in der dunklen Jahreszeit ordert. Wir haben letztes Jahr rund 4500 Flaschen versandt. Das macht 1,5 Prozent unseres Gesamtabsatzes aus.“

Glauben Sie, dass Lambrusco ein Sommertrend werden könnte?

Lutz Heimrich: „Auf jeden Fall wird er weiter zulegen, so wie auch guter Rosato weiter gewinnt.“

Wieso folgen wohl nicht mehr Händler Ihrem Beispiel und bieten Lambrusco an?

Lutz Heimrich: „Unwissenheit? Ignoranz? Sicher auch, weil die kleineren Händler auf Importeursware angewiesen sind. Keiner der großen Importeure bietet wirklich interessante Lambrusco an, wenn sie sie überhaupt listen.“

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