Aktuelles | Herkunftsklassifizierungen

DOC-Wachstum

(vc) Das nationale Weinkomitee im Landwirtschaftsministerium bewilligte in seinen Sitzungen im April und Mai einige neue Herkunftsklassifizierungen. Für das krisengeplagte Latium gibt es die klangvolle Dachdenomination DOC Roma. Das Produktionsgebiet umfasst 8.500 Hektar, rund 1.300 davon im Gemeindegebiet Roms. Inbegriffen ist die Typologie Romanello Spumante.

Nach jahrelangem Ringen wurde nun auch die DOCG für den Frascati Superiore und den Frascati Cannellino vor den Toren Roms abgesegnet. Die DOC Sicilia hat die wichtigste Hürde in Italiens Weinparlament genommen: Der technische Ausschuss akzeptierte den Entwurf des Reglements und gestattete eine zehn Jahre andauernde Ausnahmeregelung, nach der bei Genossenschaftswinzern nicht jeder einzelne Winzer den notwendigen Anteil an autochthonen Rebsorten im Weinberg für die Klassifizierung DOC Sicilia besitzen muss.

Mit großer Mehrheit im Komitee sind auch die DOC Falanghina del Sannio und die DOC Sannio in Kampanien beschlossen worden.

Die Dachvereinigung der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbetriebe Fedagri hat ihre besondere Zufriedenheit über die Verabschiedung  der DOC Maremma Toscana zum Ausdruck gebracht, auf die die Kooperativen im Gebiet vom Grosseto seit über 20 Jahren gewartet hatten. Als Sahnehäubchen gab es für die Maremma auch noch eine neue DOCG: Montecucco Sangiovese.

Dem Veneto wurden vom nationalen Weinkomitee gleich drei neue DOCGs zugesprochen: Colli di Conegliano, Montello Rosso und die Friularo di Bagnoli. Verabschiedet wurde ebenfalls die neue Dachdenomination DOC Romagna in der Emilia Romagna.

Quelle: Weinwirtschaft, 26.05.2011

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